Die Preisspirale dreht sich immer schneller
Was viele IT-Verantwortliche in kleinen und mittleren Unternehmen in den letzten Jahren erlebt haben, ist kein Zufall: Microsoft hat seine 365-Preise mehrfach erhöht, VMware wurde von Broadcom übernommen und die Lizenzkosten vervielfachten sich teilweise über Nacht, Adobe verlangt für seine Creative Cloud inzwischen Beträge, die für viele KMU kaum noch tragbar sind.
Dieser Trend wird sich fortsetzen. Unternehmen, die weiterhin auf proprietäre Software setzen, geraten in eine Abhängigkeit, aus der es immer schwerer wird herauszukommen.
Open-Source-Alternativen: Leistung ohne Lizenzgebühren
Nextcloud statt Microsoft 365
Dateispeicherung, Kalender, Kontakte, Videokonferenzen und kollaboratives Arbeiten — alles auf Ihren eigenen Servern, ohne monatliche Abo-Kosten.
Proxmox statt VMware
Enterprise-Virtualisierung auf Basis von KVM und LXC — kostenlos nutzbar, mit optionalem Support-Abo. Gleiche Leistung, drastisch niedrigere Kosten.
LibreOffice / OnlyOffice statt Microsoft Office
Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen — vollständig kompatibel mit Office-Formaten, ohne Lizenzkosten.
GIMP & Inkscape statt Adobe
Professionelle Bildbearbeitung und Vektorgrafik ohne monatliche Abo-Gebühren. Für viele Anwendungsfälle vollwertige Alternativen.
Kdenlive für die professionelle Video-Bearbeitung
Mit Kdenlive erstellen Sie professionelle Videos kostenlos und ohne Kompromisse – stabil, performant und mit direkter Integration von Inhalten aus Pexels, Pixabay oder Freesound.
Was kostet ein Umstieg wirklich?
Ein Wechsel zu Open Source ist kein Nulltarif — aber die Investition amortisiert sich in der Regel innerhalb von ein bis zwei Jahren. Die wichtigsten Kostenpunkte:
- Migration und Einrichtung der neuen Systeme
- Schulung der Mitarbeiter
- Eventuell neue Hardware (selten notwendig)
- Optionaler Support-Vertrag für Open-Source-Lösungen
Dem gegenüber stehen die eingesparten Lizenzkosten, die sich bei einem Unternehmen mit 10 Mitarbeitern schnell auf 5.000–15.000 Euro pro Jahr summieren können.
Datensouveränität als zusätzlicher Vorteil
Open-Source-Lösungen auf eigenen Servern bedeuten: Ihre Daten verlassen Ihr Haus nicht. Kein US-Cloud-Anbieter, kein Datenschutzrisiko, keine Abhängigkeit von Servicebedingungen, die sich jederzeit ändern können. Gerade für Unternehmen mit sensiblen Kundendaten ist das ein entscheidender Faktor.